UPDATE: "Werben" mit Abtreiben?

Auslöser der Geschichte war die ÖH-Frauenreferatsaktion: "Abtreibung - Frauenrecht". Gegen diese Aktion hat sich ein christlicher Orden namens Mercedarier sehr deutlich geäußert. Soll Abtreiben straffrei erlaubt sein? Ist dies eine Kernkompetenz des ÖH-Frauenreferats? Man fragt sich wie parteipolitisch soll/darf die ÖH sein? Hängt sie am Gängelband der Grünen? UPDATE 11.01.07: Terminänderung des Informationsabend & Proteste gegen neues "Zentrum für Sexualmedzin"

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Update 13.04.2007

Die Grünen fordern "Abtreiben auf Krankenschein", siehe eigens dafür angelegten Artikel:
Abtreiben auf Krankenschein?

Update 11.01.2007

Wie heute bekannt wurde, soll in einem Wiener Einkaufszentrum das "Zentrum für Sexualmedizin" Abtreibungen anbieten. Die Initative "Jugend für das Leben" ruft daher zum Boykott des Einkaufszentrums auf:
dieStandard.at - Wien: Proteste gegen "VenusMed"

Vorgeschichte
Die Mercedarierkommende zum seligen Marco d’Aviano rufen auf ihrer Homepage "gegen die Indoktrinierung der Studenten mit linksextremem und gesellschaftsumstürzlerischem Gedankengut und gegen die offene Werbung für die vorgeburtliche Kindstötung zu protestieren". 

Außerdem wird beklagt, dass die ÖH-Vetretung hier ihre Mitgliedsbeiträge nicht zweckgebunden verwendet

Anfrage bei beim ÖH Frauenreferat
Da ich auch eine Stellungnahme der ÖH haben wollte, hab ich folgenden Text an sie gesandt:
Mich würde interessieren bis zur welcher Schwangerschaftswoche Ihrer Meinung nach, eine Abtreibung in Ordnung ist und ab wann "vorgeburtliche Kindstötung", wie es die Mercedarier laut http://www.kath.net/detail.php?id=15376 nennen, anfängt? Ab wann sollte "das Töten" des Embryos/Baby unter Strafe gestellt sein?

Leider habe ich zur Zeit noch keine Antwort erhalten, jedoch habe die Meldung von der ÖH gefunden ÖH Abtreibung ist Frauenrecht. Dieses PDF Dokument konnte ich aber leider aus scheinbar technischen Gründen nicht beziehen.

Perfekte Kinder - Aus der Sicht der Ärzte
In der Ausgabe vom 6.10.2006 warnt das deutsche Ärzteblatt vor dem perfekten Kind. So mancher Arzt rät sogar bei ungenauen Befunden zu einer Abtreibung - Ob eine tatsächliche Behinderung eingeträten wäre, lässt sich oftmals aber gar nicht sagen.
Eltern die das Kind behalten wollen bekommen gar Sätze wie "Haben Sie sich einmal überlegt, was für ein Kostenfaktor Ihre Entscheidung für Ihre Krankenkasse bedeutet?" oder "Das hat keinen Zweck, das muss weggemacht werden" zu hören, so das Ärzteblatt.

Standpunkte
Wie auch im Diskussionsforum zum Beitrag ersichtlich, ist das Thema ein sehr emotionelles und polarisierend.

Abtreibungsbefürworter in Amerika - Quelle Wiki Commons
Die Standpunkte der Abtreibungsbefürworter betrachten die Angelegenheit aus der Sicht der Frau - Es sei ihr Körper und sie habe daher das Recht auf Selbstbestimmung. Hier wird vor allem oft das Argument "besser legal abtreiben, als gesundheitliche Risken einzugehen" genannt.

Abtreibungsgegner in Amerika - Quelle Wiki Commons
Abtreibungsgegner
sehen dies mehr aus der Sicht des ungeborenen Menschen, dass dieser auch ein Recht zu Leben habe.

Meine Meinung
Abtreibung sollte ab dem Zeitpunkt illegal sein, sobald der (ungeborene) Mensch als solcher eine Art "Eigenständigkeit" entwickelt, sprich aus dem Stadium des "Zellhaufens" herauskommt.  Ausgenommen davon: Gesundheitliche bzw. medizinische Probleme die durch Abtreibung behoben werden.

Was das ÖH-Frauenreferat betrifft: Ich sehe hier keine Interessen von Studentinnen im Besonderen vertreten. Von dem Thema sind genau so Nicht-Akademikerinnen betroffen. Mit der ÖH hat dies daher meiner Meinung nach nichts zu tun.

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